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Update von Terratwin

Die übrigen Installationsvoraussetzungen bleiben unverändert. (MIME-Type, Anwendungspool, etc.).

Neu ab Version 2.4.0

Bisherige Versionen von Terratwin setzten bei der Bereitstellung auf Windows Server auf den HttpPlatformHandler. Da dieser von Microsoft nicht länger maintained wird, setzt Terratwin ab Version 2.4.0 stattdessen auf das ASP.NET Core-Modul (ANCM), das mit dem .NET Hosting Bundle installiert wird.

  1. Installieren Sie das .NET Hosting Bundle  falls noch nicht geschehen.
  2. Entpacken Sie das ZIP-Archiv terratwin-2.x.x - wie in den Vorbemerkungen beschrieben - in ein Verzeichnis neben der bisherigen Version.
  3. Prüfen Sie die Berechtigungen des Unterordners api: Der Benutzer (i. d. R. IIS_IUSRS) benötigt Schreib- und Leserechte.
  4. Stoppen Sie den Anwendungspool TerratwinApiAppPool im IIS-Manager, damit keine Dateien mehr geöffnet sind.
  5. Entfernen Sie die api Anwendung im IIS-Manager, indem Sie mit Rechtsklick auf das Verzeichnis api die Option Anwendung entfernen wählen.
  6. Kopieren Sie - nur wenn angepasst - folgende Elemente aus api/terratwin/ der alten Version in den neuen Ordner:
    • settings.json
    • config/* - alle Config-Dateien
    • exri/* - alle Exri-Dateien
    • jobs/* - alle Job-Dateien
    • license/* - alle Lizenzdateien
    • markdown/* - alle Markdown-Dateien
    • static/img/* - alle Logos
    • static/manifest.json
    • static/popupPrint.css
    • static/style.css
  7. Passen Sie gegebenenfalls neue Optionen in den Dateien (vor allem im Ordner config) an Ihre Anforderungen an (siehe unten)
  8. Stellen Sie im IIS-Manager sicher, dass das virtuelle Verzeichnis auf terratwin-2.x.x zeigt.
  9. Konvertieren Sie den neuen Ordner api in eine Anwendung und ordnen Sie diese dem Anwendungspool TerratwinApiAppPool zu.
  10. Starten Sie Site und Anwendungspool neu, um das Update zu aktivieren.
  11. Testen Sie die Anwendung, indem Sie die URL der Anwendung & API im Browser aufrufen.

Änderungen in der Konfiguration zur vorherigen Version

Folgende Änderungen sind in der Konfiguration gegenüber der vorherigen Version 2.3.1 zu beachten:

Sie aktualisieren von einer älteren Version? Die Konfigurationsänderungen der Versionen 2.3.0 und 2.3.1 finden Sie in den Update-Hinweisen der Dokumentation v2.3. Führen Sie die dort beschriebenen Anpassungen zuerst durch.

Version 2.4.0

Anwendungskonfiguration
  • neue optionale Eigenschaft mode3dEnabled, um den 3D-Modus und den 2D/3D-Umschalter zu deaktivieren. Standardmäßig true.
  • neue optionale Eigenschaft proxyUrls mit URL-Präfixen, die transparent über den Backend-Proxy (/api/proxy) geleitet werden.
ALKIS-Konfiguration
  • die ALKIS-Grundkonfiguration (parcels und owners) ist aus der Werkzeug-Konfiguration widgets/alkis.json in die neue zentrale Datei config/app/alkisConfig.json umgezogen. Verschieben Sie die Objekte parcels und owners aus den options des Werkzeugs Alkis in die neue Datei.
Kartenkonfiguration und 3D-Konfiguration
  • die Eigenschaft ui.components innerhalb von mapView bzw. sceneView wird nicht mehr unterstützt. Migration erforderlich: Verwenden Sie stattdessen die neue Boolean-Eigenschaft attributionVisible.
  • in der Kartenkonfiguration können über die neue Top-Level-Eigenschaft popup.actions die verfügbaren Standard-Popup-Aktionen (print, share, table, export) global aktiviert, deaktiviert und über authorizedGroups auf Gruppen beschränkt werden.
Geräteeinstellungen
  • neue optionale Eigenschaft widgetOrder, um die Standard-Reihenfolge der Werkzeuge in der Anwendung festzulegen.
Werkzeug Alkis
  • durch die neue zentrale ALKIS-Konfiguration sind die Eigenschaften options.parcels und option.owners deprecated. Diese werden zwar noch berücksichtigt, wenn keine zentrale ALKIS-Konfiguration vorliegt, werden aber im kommenden Major-Update entfernt.
  • die Eigenschaft options.search.authorizedGroups wurde entfernt, da die Freigabe auf Werkzeugebene geregelt wird.
Werkzeug Analyse
  • Konfigurationsdatei hinzugefügt für das neue Werkzeug Analyse, das Mess- und Analysefunktionen (Strecke, Fläche, Sichtlinie, Sichtfeld, Volumen, Schnitt, Bemaßung, Höhe) in einem Werkzeug bündelt. Die einzelnen Funktionen können separat deaktiviert und für Gruppen freigegeben werden.
Werkzeug KI-Chatbot
  • neue Konfiguration für Werkzeug TerratwinAI (Chatbot) hinzugefügt mit zugehörigem AI-Proxy (services/ai_proxy.json) zur Steuerung der Nutzungskontingente je Portal-Gruppe.
Exri
  • der Parameter nosnap in den layerProps heißt nun noSnap. Die alte Schreibweise wird weiterhin unterstützt.
  • die popupActions unterstützen nun die Eigenschaften enabled und authorizedGroups. Als id sind die Werte print, share, table, export und toggleRaster zulässig. Damit lassen sich Popup-Aktionen layerweise deaktivieren oder einschränken.
  • der Popup-Inhalt getOwners greift nun auf die zentrale ALKIS-Konfiguration zurück und muss nicht mehr über params parametrisiert werden. params werden weiterhin berücksichtigt, wenn keine zentrale ALKIS-Konfiguration vorliegt, sind jedoch deprecated und werden im kommenden Major-Release entfernt.
Menükonfiguration und Werkzeug Themen
  • Portal-Quellen (type: "arcgis portal") unterstützen die neue Eigenschaft filters, mit der die verfügbaren Filter im Browser-Dialog (viewMode, access, tags, categories) einzeln ausgeblendet werden können.
Werkzeug Geoverarbeitung
  • neue optionale Eigenschaft maxFeatureSetSelectionCount, um die maximale Anzahl der in einem Feature-Set wählbaren Features zu begrenzen.
OWS Proxy
  • die Einträge in allowedUrls können nun neben dem einfachen String auch als Objekt mit den Eigenschaften url und sslContext angegeben werden, um für einzelne URLs eine individuelle TLS-Konfiguration zu hinterlegen (z.B. für interne Server mit selbstsignierten Zertifikaten oder eigener Unternehmens-CA).
Werkzeug Koordinaten
  • die Eigenschaft esriProps ist im Zuge der Neuimplementierung entfernt worden
  • die verfügbaren Koordinatensysteme können ab sofort über options.formats konfiguriert werden
Werkzeug Legende
  • die Eigenschaft esriProps referenziert nun das LegendViewModel ; nicht mehr das LegendWidget
  • die Sub-Eigenschaft esriProps.style ist daher nicht mehr verfügbar. Die Legende wird immer im Style classic dargestellt.
Werkzeug Suche
  • die Eigenschaft esriProps referenziert nun das SearchViewModel ; nicht mehr das SearchWidget